Warum Second-Hand-Kleidung für Familien die bessere Wahl ist

Schon bevor ich Kinder hatte, habe ich gelegentlich Second-Hand-Kleidung gekauft – nicht aus Prinzip, sondern weil man in diesen kleinen Läden oft echte Schätze findet. Kleidungsstücke, die es so einfach nicht mehr gibt.

Als ich dann schwanger war, war für mich sofort klar: Auch die Babyausstattung sollte größtenteils Second-Hand sein. Natürlich haben wir trotzdem ein paar Dinge neu gekauft – und tun das auch heute noch.
In diesem Beitrag erzähle ich, warum wir Second-Hand kaufen, welche Dinge wir neu besorgen – und wie wir dabei unsere eigene Balance gefunden haben.

  1. Geld sparen – ohne Qualitätsverlust

Kinderkleidung wird oft nur wenige Wochen getragen – und sieht danach noch aus wie neu. Warum also 30 € für ein Bodyset zahlen, wenn es Second-Hand in Top-Zustand für 5 € gibt?

Unsere Erfahrung: Gute Kinderkleidung hält problemlos mehrere Kinder aus – und der Unterschied zu Neuware ist oft kaum sichtbar.

Was wir sparen, fließt bei uns in gute Lebensmittel, Erlebnisse und kleine Pausen.

  1. Gut zur Umwelt – und zum Gewissen

Second-Hand bedeutet: Wir nutzen, was bereits da ist. Es muss keine neue Kleidung für unsere Kinder produziert werden – das spart Ressourcen, Wasser und jede Menge CO₂.

Zur Einordnung:
Ein einziger Kinderpullover aus Baumwolle verursacht etwa 5 kg CO₂, bei Polyester ist es oft noch mehr.
Durch den Kauf gebrauchter Kleidung setzen wir ein Zeichen gegen Überproduktion und Wegwerfmentalität – und das fühlt sich richtig an.

  1. Weniger Schadstoffe in der Kleidung

Studien von Greenpeace, Stiftung Warentest und Öko-Test zeigen regelmäßig, wie viele Chemikalien in neuer Kleidung stecken. Besonders problematisch: Rückstände von Farbstoffen, Weichmachern oder anderen bedenklichen Substanzen, die Haut und Gesundheit belasten können.

Der große Vorteil gebrauchter Kleidung: Sie wurde meist schon mehrfach gewaschen – das reduziert die Schadstoffbelastung deutlich.

Second-Hand-Kleidung ist oft gesünder als neue.

  1. Die Freude am Finden

Ich liebe es, auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Läden nach besonderen Stücken zu stöbern. Es ist ein bisschen wie Schatzsuche – oft findet man genau das, was man gar nicht gesucht hat.

Und ja: In vielen Läden darf man auch handeln, besonders wenn man mehrere Teile nimmt.
Wenn’s mal bequemer sein soll, gibt es inzwischen auch viele gute Online-Plattformen – für Kinderkleidung, Schuhe oder auch nachhaltige Labels aus zweiter Hand.


Fazit: Unsere Mischung – ganz entspannt

Ja, auch bei uns kommt manchmal neue Kleidung ins Haus.
Bei den Kindern sind es oft Leggings, für uns alle natürlich Unterwäsche. Und manchmal braucht man einfach etwas ganz Bestimmtes – und findet es eben nur neu.

Aber: Second-Hand ist für uns mehr als eine Einkaufsoption.
Es ist eine Haltung, die sich auch auf andere Lebensbereiche ausweitet – Spielzeug, Bücher, Möbel.

Es muss nicht perfekt sein.
Aber ein bewusster Blick auf Konsum, Umwelt und Gesundheit verändert mehr, als man denkt.

Keine Kommentare vorhanden.
Avatar von Unbekannt

Autor: wurzelnundwunder

Hallo, ich bin die Autorin bei Wurzeln und Wunder. Hier erwarten dich Themen, die mir im Leben als Mutter begegnen. Viel Spaß beim lesen!

Hinterlasse einen Kommentar